Die absoluten Basics
Diese vier Dinge sollten so selbstverständlich vorhanden sein wie Strom und Wasser. Sie sind die Basis für fast alles.
Grobkörniges Meersalz oder Steinsalz. Beim Kochen hat man mehr Kontrolle als mit feinem Tafelflasalz.
Am besten als ganze Körner mit einer kleinen Mühle. Frisch gemahlen schmeckt er deutlich aromatischer.
Für Salate, Braten bei mittlerer Hitze und als Finishing-Öl. Güte mittlerer Klasse reicht für den Alltag.
Sonnenblumen-, Raps- oder Erdnussöl für alles, was hohe Hitze verträgt. Olivenöl verbrennt zu schnell.
Trockenwaren
Lang haltbar, vielseitig und günstig. Mit diesen Zutaten lässt sich aus fast nichts eine vollständige Mahlzeit bauen.
| Zutat | Warum sie sich lohnt |
|---|---|
| Pasta (verschiedene Formen) | Schnelle Mahlzeit, hält Monate. Eine kurze Form (z. B. Rigatoni) und eine lange (z. B. Spaghetti) abdecken. |
| Reis | Langkorn für Beilagen und Risotto-Reis (Arborio) für wenn man Lust auf mehr hat. |
| Rote Linsen | Müssen nicht eingeweicht werden, garen schnell und machen satt. Ideal für Suppen und Dals. |
| Dosentomaten | Ganze oder gestückelte Tomaten in Dosen – die Basis für Pastasaucen, Suppen, Schmorgerichte. |
| Kichererbsen (Dose oder getrocknet) | Protein ohne Fleisch. Aus der Dose direkt verwendbar. |
| Gemüse- oder Hühnerbrühe | Als Würfel, Paste oder im Tetrapak. Gibt Suppen, Saucen und Risotti Tiefe. |
| Essig | Weißweinessig oder Apfelessig. Für Salatdressings, zum Abschmecken und als Säureausgleich. |
| Mehl (Type 405 oder 550) | Saucen andicken, Pfannkuchen, Panade. Nicht viel davon, aber es sollte da sein. |
| Zucker | Auch im Kochen wichtig: ein Hauch Zucker balanciert Säure und rundet Saucen ab. |
Was immer frisch da sein sollte
Diese Zutaten sind die Aromen-Basis für viele Gerichte. Sie sind günstig, lang lagerfähig und nicht immer im Kühlschrank nötig.
Gelbe Zwiebeln sind die Allzweckwaffe. Trocken und kühl lagern, dann halten sie wochenlang.
Ganze Knollen, nicht vorgepresst. Frischer Knoblauch schmeckt deutlich anders als das, was aus der Tube kommt.
Festkochend oder mehligkochend – je nach Vorliebe. Dunkel, kühl und trocken lagern.
Saft und Schale. Fast jedes herzhafte Gericht profitiert von einem Spritzer Zitrone am Ende.
Frühstück, Notfallmahlzeit, Bindung in Saucen – Eier lösen fast jede Situation.
Zum Braten, Verfeinern, Backen. Auch im Tiefkühler haltbar, wenn man sie nicht so schnell aufbraucht.
Kühle Dauerbrenner
Nicht täglich nötig, aber man greift überraschend oft danach.
- Parmesan oder Pecorino – Ein Stück am Stück, nicht gerieben. Hält im Kühlschrank wochenlang und macht Pasta, Risotto und Suppen fertig.
- Dijon-Senf – Für Dressings, Marinaden und Saucen. Auch als schnelles Würzmittel direkt aus dem Glas.
- Sojasauce – Gibt Umami-Tiefe, nicht nur in asiatischen Gerichten. Einen Spritzer in eine braune Sauce oder ein Schmorgericht macht den Unterschied.
- Naturjoghurt oder Sauerrahm – Zum Verfeinern, als Basis für Dips und Dressings oder einfach als schnelles Frühstück.
Gewürze: Das Minimum
Die Gewürzsammlung wächst mit der Zeit von selbst. Wer am Anfang steht, braucht keine 30 Gläser. Diese sechs decken schon ein breites Geschmacksspektrum ab:
| Gewürz | Wofür |
|---|---|
| Paprikapulver (edelsüß) | Fleisch, Eintöpfe, Kartoffeln, Eier – vielseitig und mild |
| Chiliflocken | Dosierbare Schärfe ohne den Aufwand frischer Chilis |
| Kreuzkümmel (gemahlen) | Orientalische und mexikanische Gerichte, Linsen, Kichererbsen |
| Getrockneter Thymian | Schmorgerichte, Suppen, gebratenes Gemüse |
| Lorbeerblätter | Für alles, was länger kocht – Suppen, Fonds, Schmorgerichte |
| Muskatnuss (ganz) | Frisch gerieben über Bechamel, Spinat, Kartoffelpüree |
Gewürze altern
Getrocknete Gewürze verlieren mit der Zeit ihr Aroma. Wer ein Glas öffnet und kaum etwas riecht, kann es wegwerfen. Lieber kleine Mengen kaufen und regelmäßig ersetzen.
Wie man einen Vorrat aufbaut
Niemand muss diese Liste auf einmal kaufen. Die einfachste Methode: Bei jedem Einkauf zwei oder drei Dinge aus dem Vorrat ergänzen, die gerade fehlen oder zur Neige gehen.
Ein gut gefüllter Vorrat entsteht nebenbei – und macht sich in dem Moment bezahlt, wenn man abends keine Lust mehr auf Einkaufen hat, aber trotzdem gut essen will.
Das Wichtigste in Kürze:
- Salz, Pfeffer, Öl und Essig sind die unverzichtbare Basis
- Pasta, Reis, Dosentomaten und Linsen decken viele Notfall-Mahlzeiten ab
- Zwiebeln, Knoblauch, Eier und Butter sollten immer da sein
- Sechs Gewürze reichen für den Anfang völlig aus