Spaghetti mit Tomaten-Sardellensauce
Sardellen sind die geheime Waffe der mediterranen Küche: In Olivenöl angebraten lösen sie sich in der Hitze vollständig auf und hinterlassen nichts als tiefen Umami-Geschmack. Kombiniert mit einer unkomplizierten Tomatensauce und al dente gekochten Spaghetti entsteht ein Gericht, das mit wenigen Zutaten beeindruckend viel Charakter zeigt.
Zubereitung
Mise en place
Die Petersilie unter kaltem Wasser waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stielen zupfen. Anschließend fein hacken und beiseitestellen. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden – nicht zu fein, damit er in der Pfanne Farbe annehmen kann, ohne zu verbrennen.
Sauce aufbauen
Etwas Olivenöl in einer weiten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Den Knoblauch darin hellgolden anschwitzen – er sollte duften, nicht bräunen. Die abgetropften Sardellen zugeben: Sie zerfallen innerhalb weniger Minuten vollständig und hinterlassen eine würzige, salzige Basis. Dann die gehackten Tomaten einrühren, Deckel aufsetzen und die Sauce bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis sie leicht eingedickt ist.
Pasta kochen und vollenden
In der Zwischenzeit reichlich Wasser zum Kochen bringen, kräftig salzen und die Spaghetti al dente garen. Kurz vor dem Abgießen eine Tasse Kochwasser abschöpfen. Die abgetropfte Pasta direkt in die Sauce geben und gut durchschwenken. Nach Bedarf etwas Kochwasser einarbeiten, bis die Sauce seidig an den Nudeln haftet. Mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren – Parmigiano Reggiano separat dazu reichen.
Profitipps
- Sardellen ohne Angst: Wer den Fischgeschmack scheut, braucht ihn nicht zu fürchten – die Sardellen lösen sich vollständig auf und geben der Sauce nur Tiefe und Salzigkeit, keinen aufdringlichen Eigengeschmack.
- Pasta in die Sauce, nie umgekehrt: Die Nudeln direkt in die Pfanne geben, nicht die Sauce über den Teller kippen. Das Mantecare – das Schwenken mit etwas Kochwasser – macht den Unterschied.
- Kochwasser ist kein Abfallprodukt: Das stärkehaltige Wasser bindet Sauce und Pasta und ersetzt jede künstliche Emulgierung.
- Parmesan nach Belieben: Wer es original-italienisch mag, lässt den Käse bei Fischgerichten weg – hier ist er aber eine willkommene Ergänzung.